Mit ‘Erbrecht’ getaggte Artikel

Gemeinschaftliches Testament und böses Erwachen

Samstag, 15. Mai 2010

Erst kürzlich wurde ein Beschluss des Landgerichts Frankfurt vom 5.11.2009 (Az 2-09 T 514/08) eröffentlicht, der wieder einmal zeigt, wie gefährlich ein gemeinsames Testament für den überlebenden Ehegatten werden kann.

Hier ein Beispiel:

1979 errichtet der Ehemann mit seiner Ehefrau ein Testament, in dem sie sich wechselseitig zu Alleinerben, die Kinder zu Schlusserben ein setzen. 1980 verstirbt die Ehefrau an den Folgen eines Verkehrsunfalls. Der Witwer hat Glück und findet für sich und seine noch Grundschulpflichtigen Kinder eine neue Partnerin, die  1983 heiratet.  2007 erkrankt er an Krebs, erichtet mit seiner Ehefrau ein gemeinschaftliches Testament zu Gunsten seiner Ehefrau. Schlusserben sollen die Kinder sein.  2009 verstirbt er.

Der Erbscheinsantrag einer Ehefrau wird zurück gewiesen.  Ihm ist im ersten Testament nicht gestattet worden, neu zu testieren. Seine Ehefrau erhält daher nur den Pflichtteil.

Bei der Errichtung eines Testaments sollten Sie sich beraten lassen

Irrtümer im Erbrecht (1)

Montag, 19. Oktober 2009

Weit verbreitet ist der Glaube, der überlebende Partner einer kinderlosen Ehe ist gesetzlicher Alleinerbe.

Das ist falsch.

Neben dem überlebenden Ehepartner können Eltern oder deren Abkömmlinge oder auch die Großeltern oder deren Abkömmlinge Miterben werden.

Gerade bei kinderlosen Ehen ist es unbedingt erforderlich, dass ein Testament errichtet wird.